Aktuelles

Neuerungen in der DIN 68800

2011-08-17 16:32

Für imprägnierte Holzbauelemente zeichnen sich Neuerungen ab


Gütegemeinschaft Imprägnierte Holzbauelemente e.V. (GIH) arbeitet an neuen Güte- und Prüfbestimmungen – Prüfer bestätigen die hohe RAL-Qualität
Mit der neuen DIN 68800 (Holzschutz) wird eine Überarbeitung der Güte- und Prüfbestimmungen notwendig. In diesem Zuge soll die Gütegemeinschaft Imprägnierte Holzbauelemente weiterentwickelt werden. Das soll u.a. dadurch geschehen, dass die GIH-Qualitätsanforderungen auch über der neuen Norm liegen und erweitert werden sollen. Neu sollen auch Anforderungen an den Schutz von tragenden Bauteilen aufgenommen werden. Vorstand und Güteausschuss der GIH fassten die hierfür notwendigen Grundsatzbeschlüsse.
Von Dipl.-Forstwirt Uwe Halupczok, Geschäftsführer GIH
Im Juli fand in Köln-Rath eine gemeinsame Sitzung von Vorstand und Güteausschuss der GIH statt. Dabei ging es zunächst um die Ergebnisse der Fremdüberwachungen bei den Mitgliedsfirmen, die im ersten Halbjahr berechtigt waren, das Gütezeichen zu nutzen. Äußerst zufrieden zeigte man sich darüber, dass von keinem der beiden Güteprüfer Mängel bei der Imprägnierqualität festgestellt werden konnten. Die Teilnehmer werten dies als sicheres Zeichen für das innerhalb der RAL-Gütegemeinschaft unverändert hohe Qualitätsniveau.
Damit das auch in Zukunft so bleibt, wurde an diesem Tage ausführlich über die Weiterentwicklung der Güte- und Prüfbestimmungen gesprochen. Wobei die Überarbeitung dieser - zuletzt im Jahr 2004 aktualisierten – Grundlagen der Qualitätssicherung nicht zuletzt wegen der neuen DIN 68800 notwendig ist. Der Vorschlag des Geschäftsführers, in die neuen Güte- und Prüfbestimmungen auch Anforderungen an die Imprägnierung von tragenden Holzbauteilen zu integrieren, wurde von den Teilnehmern sehr begrüßt.
Der eigens zu diesem Thema eingeladene Vertreter der RAL-Dachorganisation in St. Augustin, Dipl.-Ing. Joachim Hauser riet in diesem Zusammenhang allerdings davon ab, den Vorstandsvorschlag weiterzuverfolgen, die Gütegemeinschaft zu einer Akkreditierungsstelle für CE-gekennzeichnetes Holz auszubauen. Dies würde die personellen und finanziellen Möglichkeiten der Gütegemeinschaft deutlich überfordern.
Stattdessen empfahl er, sich auch weiterhin auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren, nämlich die Güteüberwachung der Imprägnierqualität. Der vorgeschlagenen Integration von Anforderungen an den Schutz von tragenden Holzbauteilen steht aus seiner Sicht allerdings nichts entgegen.
Vorstand und Güteausschuss der GIH beschlossen daraufhin, die bereits existierende Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Güte- und Prüfbestimmungen damit zu beauftragen, diese Vorschläge bei der Erarbeitung eines ersten Entwurfs zu berücksichtigen.
Bei der kommenden Mitgliederversammlung sollen die Mitglieder der Gütegemeinschaft über mögliche Änderungen informiert werden; eine breite Akzeptanz soll so erreicht werden.
Abgerundet wurde das Treffen mit einer Betriebsbesichtigung bei der Carl Scholl GmbH (Köln-Königsforst) die vorrangig Freileitungsmasten aus Holz für die Telekommunikation und die Energieversorgung produziert. Geführt vom Geschäftsführer Dr. Norbert Seddig konnten sich die Anwesenden dabei vom extrem hohen Qualitätsstandard für die Mastenproduktion überzeugen und dabei auch diverse Anregungen für die Praxis im eigenen Betrieb daheim mitnehmen. Der nächste Sitzungstermin soll im November stattfinden.

Artikel aus dem Holz Zentralblatt vom 12.08.2011

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